Österreich besitzt zwar keinen Zugang zum Meer, ist aber dennoch ein ausgesprochen interessantes Land für Süßwasserfische. Von kalten Gebirgsbächen über große Alpenseen bis zur Donau und ihren Nebenflüssen gibt es sehr unterschiedliche Lebensräume. Entsprechend vielfältig ist die Fischfauna.
Zu den bekanntesten Fischen in Österreich gehören Bachforelle, Seeforelle, Seesaibling, Reinanke, Äsche, Huchen, Hecht, Zander, Wels, Karpfen und Flussbarsch. Daneben kommen zahlreiche kleinere und weniger bekannte Arten vor, die für die heimischen Flüsse und Seen ökologisch ebenso wichtig sind.
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Wie viele Fischarten es in Österreich genau gibt, hängt auch davon ab, welche Gruppen und welchen Status man berücksichtigt. Das österreichische Umweltbundesamt führt in seiner Übersicht zur Roten Liste 84 Fischarten. Darunter befinden sich nicht nur weit verbreitete heimische Arten, sondern je nach zugrunde gelegter Artenliste auch seltene, gebietsfremde beziehungsweise historisch verschwundene Arten. Die österreichische Rote Liste der Fische wird derzeit aktualisiert.
Fische in Österreich – das Wichtigste in Kürze
- Österreich besitzt eine vielfältige Süßwasserfischfauna.
- Fische leben in Alpenseen, Gebirgsbächen, Flüssen, Teichen und großen Strömen wie der Donau.
- Zu den bekanntesten Arten gehören Forellen, Saiblinge, Reinanken, Äschen, Huchen, Hechte, Zander, Welse und Karpfen.
- Die Zusammensetzung der Fischfauna unterscheidet sich erheblich zwischen kalten Alpenseen und wärmeren Flüssen und Seen im Osten Österreichs.
- Der Huchen gehört zu den charakteristischen und besonders bemerkenswerten Fischen des Donausystems.
- Viele österreichische Fischarten sind durch Veränderungen ihrer Lebensräume unter Druck geraten.
- Das Umweltbundesamt weist in seiner Übersicht 84 Fischarten aus; 46,4 Prozent werden dort den Gefährdungskategorien gefährdet, stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht zugerechnet.
Wie viele Fischarten gibt es in Österreich?
Eine einzige Zahl für die Fischarten Österreichs ist schwieriger anzugeben, als man zunächst vermuten könnte. Das hängt unter anderem davon ab, ob ausschließlich heute vorkommende heimische Arten gezählt werden oder auch gebietsfremde und historisch verschwundene Arten berücksichtigt werden.
Das österreichische Umweltbundesamt nennt in seiner aktuellen Übersicht zur Roten Liste 84 Fischarten. Gleichzeitig weist die Behörde darauf hin, dass die derzeit veröffentlichte Rote Liste der Fische aus dem Jahr 2007 stammt und gegenwärtig aktualisiert wird.
Für diesen Reiseführer ist deshalb weniger eine scheinbar auf die letzte Art genaue Gesamtzahl entscheidend. Interessanter ist die Frage, welche Fische Besucher in österreichischen Seen und Flüssen finden können und welche Arten für bestimmte Gewässer besonders typisch sind.
Wir stellen deshalb zunächst die bekanntesten und interessantesten Arten ausführlicher vor. Weiter unten folgt außerdem eine kompakte Übersicht über weitere in Österreich nachgewiesene Fischarten.
Welche Fische leben in Österreich?
Österreichs Fischwelt lässt sich grob nach den verschiedenen Gewässertypen unterscheiden. In kalten, sauerstoffreichen Gebirgsbächen und Flüssen sind beispielsweise Bachforelle und Äsche typische Arten. Tiefe und kalte Alpenseen bieten Lebensraum für Seeforellen, Seesaiblinge und verschiedene Formen der Reinanke.
In größeren und wärmeren Seen sowie langsameren Flussabschnitten findet man dagegen unter anderem Hechte, Karpfen, Schleien, Rotaugen und Flussbarsche. Die Donau und ihre Nebenflüsse besitzen wiederum eine eigene charakteristische Fischfauna mit Arten wie Barbe, Nase, Huchen, Schied und verschiedenen Grundeln.
Einige Fische können in sehr unterschiedlichen Gewässern leben. Andere sind stark an bestimmte Lebensräume angepasst und reagieren empfindlich auf Veränderungen der Wasserqualität, der Strömung oder der Verbindung zwischen verschiedenen Gewässerabschnitten.
Bekannte Fischarten in Österreich im Überblick
| Fischart | Wissenschaftlicher Name | Typischer Lebensraum |
|---|---|---|
| Bachforelle | Salmo trutta | Kühle Bäche und Flüsse |
| Seeforelle | Salmo trutta | Tiefe, kühle Seen und Zuflüsse |
| Seesaibling | Salvelinus umbla | Kalte Alpenseen |
| Äsche | Thymallus thymallus | Kühle, sauerstoffreiche Flüsse |
| Huchen | Hucho hucho | Größere Flüsse des Donausystems |
| Hecht | Esox lucius | Seen und langsamere Fließgewässer |
| Zander | Sander lucioperca | Größere Seen und Flüsse |
| Wels | Silurus glanis | Große Flüsse und wärmere Seen |
| Karpfen | Cyprinus carpio | Warme Seen, Teiche und langsam fließende Gewässer |
| Flussbarsch | Perca fluviatilis | Seen und Flüsse |
| Barbe | Barbus barbus | Strömende größere Flüsse |
| Nase | Chondrostoma nasus | Fließgewässer des Donausystems |
Bachforelle
Die Bachforelle gehört zu den bekanntesten Fischen Österreichs. Sie ist typisch für klare, kühle und sauerstoffreiche Bäche und Flüsse und kommt vor allem in Gebirgs- und Voralpenregionen vor.
Bachforellen erkennt man meist an ihrem langgestreckten Körper und den charakteristischen dunklen und roten Punkten. Färbung und Zeichnung können allerdings je nach Lebensraum erheblich variieren.
Die Art benötigt vergleichsweise sauberes und kühles Wasser. Besonders wichtig sind strukturreiche Gewässer mit unterschiedlichen Strömungsverhältnissen, Unterständen und geeigneten Bereichen für die Fortpflanzung.
Die Österreichischen Bundesforste nennen die Bachforelle beispielsweise als eine der häufigen und regionstypischen Fischarten ihrer Gewässer im Salzkammergut. Dort hat sich in der Traun außerdem ein genetisch angepasster Bachforellenstamm entwickelt, der als Traunforelle bezeichnet wird.
Wo gibt es Bachforellen in Österreich?
Bachforellen kommen in zahlreichen geeigneten Fließgewässern Österreichs vor. Besonders typisch sind sie für kalte Bäche und Flüsse der Alpen und des Alpenvorlandes.
Bekannte Forellengewässer gibt es unter anderem in Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Kärnten und der Steiermark. Aber auch in anderen Bundesländern existieren geeignete Lebensräume.
Für Urlauber ist die Bachforelle vor allem an klaren Gebirgsbächen interessant. Bei entsprechend klarem Wasser lassen sich kleinere Forellen gelegentlich von Brücken oder vom Ufer aus beobachten.
Seeforelle
Die Seeforelle ist keine völlig andere Fischart als die Bachforelle, sondern eine an das Leben in Seen angepasste Form der Art Salmo trutta. Sie verbringt einen großen Teil ihres Lebens in tiefen, kühlen Seen und kann deutlich größer werden als viele Bachforellen.
Die Österreichischen Bundesforste geben für Seeforellen in ihren Salzkammergut-Gewässern typische Größen von ungefähr 40 bis 80 Zentimetern an. Einzelne Exemplare können sogar eine Länge von mehr als einem Meter erreichen.
Interessant ist vor allem ihr Wanderverhalten. Zur Fortpflanzung verlassen Seeforellen den See und ziehen in geeignete Zuflüsse. Damit sind frei passierbare Verbindungen zwischen See und Fluss für die Art besonders wichtig.
Wo leben Seeforellen in Österreich?
Seeforellen kommen vor allem in großen, kalten und sauerstoffreichen Seen vor. Geeignete Lebensräume finden sich insbesondere im österreichischen Alpenraum.
Die Art gehört beispielsweise zu den charakteristischen Fischen verschiedener Seen des Salzkammerguts. Auch andere große Alpenseen können geeignete Bestände besitzen.
Seeforellen sind Raubfische. Mit zunehmender Größe spielen andere Fische bei ihrer Ernährung eine wichtige Rolle.
Seesaibling
Der Seesaibling gehört zu den charakteristischen Fischen kalter Alpenseen. In Österreich ist er besonders mit den tiefen, klaren Seen der Alpen verbunden.
Ein bekanntes Beispiel ist der Grundlsee-Saibling. Die Österreichischen Bundesforste nennen für diesen Fisch Größen von ungefähr 30 bis 50 Zentimetern. Typisch sind die helle Punktzeichnung und die während bestimmter Zeiten besonders auffällige Färbung.
Seesaiblinge benötigen kaltes und sauerstoffreiches Wasser. In tiefen Alpenseen können sie daher auch Wasserschichten nutzen, die für wärmeliebendere Fischarten weniger geeignet sind.
Zu unterscheiden ist der heimische Seesaibling vom Bachsaibling beziehungsweise Amerikanischen Bachsaibling, der ursprünglich aus Nordamerika stammt und in Europa eingeführt wurde.
Wo gibt es Seesaiblinge in Österreich?
Besonders bekannt sind Seesaiblinge aus den Seen des Salzkammerguts und anderen kalten Alpenseen. Die Österreichischen Bundesforste nennen den Grundlsee und den Toplitzsee als typische Gewässer für den Grundlsee-Saibling.
Auch für die regionale Küche sind Saiblinge interessant. In verschiedenen österreichischen Seengebieten gehören sie zu den traditionellen Speisefischen.
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Reinanke
Die Reinanke gehört zu einer Fischgruppe, die in Österreich je nach Region unter unterschiedlichen Namen bekannt ist. Dazu gehören unter anderem Reinanke, Renke und Felchen. Es handelt sich um Vertreter der Gattung Coregonus, deren genaue taxonomische Zuordnung teilweise kompliziert ist.
Reinanken sind besonders typische Bewohner großer und tiefer Seen. Sie halten sich häufig im freien Wasser auf und ernähren sich unter anderem von Plankton.
Für Touristen ist die Reinanke auch kulinarisch interessant. Rund um verschiedene österreichische Seen findet man sie auf Speisekarten von Fischrestaurants und Gasthäusern.
Hallstatt-Reinanke
Besonders bekannt ist die Hallstatt-Reinanke aus dem Hallstätter See. Die Österreichischen Bundesforste führen sie als eine der charakteristischen Wildfang-Fischarten ihrer Salzkammergut-Seen.
Der Hallstätter See erreicht eine Tiefe von rund 125 Metern und bietet damit geeignete Bedingungen für Fische, die das tiefere Freiwasser bevorzugen. Die Reinanken ernähren sich dort vor allem von Plankton.
Die Bundesforste geben für Hallstatt-Reinanken Größen von ungefähr 30 bis 40 Zentimetern an; unter günstigen Bedingungen können sie bis zu etwa zwei Kilogramm schwer werden.
Damit ist die Reinanke auch ein interessantes Thema für unseren Hallstatt-Bereich. Ein späterer eigener Artikel über „Fische im Hallstätter See“ könnte die Hallstatt-Reinanke, Seesaiblinge, Forellen und weitere dort vorkommende Arten genauer behandeln.
Äsche
Die Äsche (Thymallus thymallus) gehört wie Forellen und Saiblinge zu den Lachsartigen. Sie ist ein typischer Fisch klarer, kühler und sauerstoffreicher Flüsse.
Besonders auffällig ist ihre große Rückenflosse. Bei ausgewachsenen Tieren ist sie ein gutes Erkennungsmerkmal und unterscheidet die Äsche deutlich von einer Forelle.
Die Art bevorzugt fließendes Wasser und gab sogar einer fischökologischen Flussregion ihren Namen: der sogenannten Äschenregion.
Äschen reagieren empfindlich auf Veränderungen ihrer Lebensräume. Gewässerverbauungen, unterbrochene Wanderwege und andere Veränderungen natürlicher Flussstrukturen können Bestände beeinträchtigen.
Wo gibt es Äschen in Österreich?
Geeignete Äschengewässer finden sich vor allem in den Alpen und im Alpenvorland. Zu den bekannten Lebensräumen gehören Abschnitte größerer, kühler Flüsse.
Auch in Untersuchungen österreichischer Fließgewässer wird die Äsche regelmäßig nachgewiesen. In der Roten Liste von 2007 wurde sie als gefährdete Art eingestuft. Da diese Rote Liste derzeit überarbeitet wird, sollte dieser Status nicht ohne Jahresangabe als unveränderlich dargestellt werden.
Huchen – einer der außergewöhnlichsten Fische Österreichs
Der Huchen (Hucho hucho) gehört zu den interessantesten heimischen Fischen Österreichs. Er wird gelegentlich als Donaulachs bezeichnet und gehört zur Familie der Lachsfische.
Anders als der Atlantische Lachs wandert der Huchen jedoch nicht zwischen Meer und Fluss. Er ist ein Süßwasserfisch des Donaueinzugsgebietes und verbringt sein gesamtes Leben in Flüssen.
Der Huchen kann erheblich größer werden als die meisten anderen heimischen Flussfische. Große Exemplare erreichen Längen von deutlich über einem Meter. Damit zählt die Art zusammen mit dem Wels zu den größten Fischen, denen man in österreichischen Flüssen begegnen kann.
Erwachsene Huchen sind Raubfische. Ihre Nahrung besteht zu einem erheblichen Teil aus anderen Fischen.
Wo gibt es Huchen in Österreich?
Der Huchen ist eng mit dem Donausystem verbunden. Geeignete Lebensräume befinden sich vor allem in größeren Flüssen und ihren Nebenflüssen.
Zu den für den Huchen wichtigen Faktoren gehören ausreichend große, strukturreiche Flussabschnitte und die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Lebensräumen zu wandern. Querbauwerke und stark veränderte Flussstrecken können diese Wanderungen behindern.
Dass die Art in geeigneten österreichischen Flüssen weiterhin vorkommt, zeigen auch aktuelle beziehungsweise jüngere Untersuchungsprojekte. Bei fischökologischen Untersuchungen an der Melk in Niederösterreich wurde beispielsweise ein reproduzierender Huchenbestand nachgewiesen. Gleichzeitig zeigten die Untersuchungen, wie stark Wanderhindernisse die Verbreitung innerhalb eines Flusses beeinflussen können.
Ist der Huchen gefährlich für Menschen?
Nein, der Huchen gilt nicht als Gefahr für Badende oder Schwimmer. Seine Größe und seine Lebensweise als Raubfisch machen ihn zwar beeindruckend, Menschen gehören jedoch nicht zu seinem Beutespektrum.
Große Huchen leben überwiegend unter Wasser verborgen und werden von den meisten Urlaubern niemals gesehen. Die Art ist eher für Angler, Naturinteressierte und den Gewässerschutz von Bedeutung.
Hecht
Der Hecht (Esox lucius) ist einer der bekanntesten Raubfische Österreichs. Er besitzt einen langgestreckten Körper und ein auffällig breites, schnabelartiges Maul mit zahlreichen Zähnen.
Hechte sind typische Lauerjäger. Sie halten sich häufig in Bereichen mit Wasserpflanzen oder anderen Strukturen auf und warten dort auf geeignete Beute.
Zur Nahrung gehören hauptsächlich Fische. Größere Hechte können außerdem andere kleinere Wirbeltiere erbeuten, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Wo gibt es Hechte in Österreich?
Hechte kommen in zahlreichen österreichischen Seen und langsam fließenden Gewässern vor. Die Österreichischen Bundesforste nennen den Hecht beispielsweise unter den Fischarten ihrer Salzkammergut-Seen.
Auch in der Donau und verschiedenen Nebengewässern kommt die Art vor. Besonders geeignet sind Bereiche mit ruhigerem Wasser und ausreichender Deckung.
Sind Hechte für Schwimmer gefährlich?
Hechte besitzen kräftige Kiefer und scharfe Zähne, sind aber keine normale Gefahr für Badende. Menschen gehören nicht zu ihrem natürlichen Beutespektrum.
Wie bei jedem größeren Wildtier sollte man einen gefangenen oder verletzten Hecht nicht unvorsichtig am Maul anfassen. Für einen normalen Badegast in einem österreichischen See besteht jedoch kein Grund, wegen Hechten auf das Schwimmen zu verzichten.
Zander
Der Zander (Sander lucioperca) ist ein weiterer großer Raubfisch österreichischer Gewässer. Er gehört zur Familie der Barsche und ist mit dem deutlich kleineren Flussbarsch verwandt.
Zander bevorzugen größere Seen und Flüsse und kommen auch mit trüberem Wasser gut zurecht. Erwachsene Tiere ernähren sich hauptsächlich von anderen Fischen.
In Österreich findet man Zander unter anderem in der Donau sowie in verschiedenen Seen und größeren Fließgewässern. Auch für die Berufs- und Angelfischerei ist die Art von Bedeutung.
Für Schwimmer stellt der Zander keine typische Gefahr dar.
Wels – der größte Fisch vieler österreichischer Gewässer
Der Europäische Wels (Silurus glanis) gehört zu den größten Süßwasserfischen Europas und ist damit eine der auffälligsten Fischarten Österreichs.
Welse besitzen einen langgestreckten, schuppenlosen Körper, einen breiten Kopf und auffällige Barteln rund um das Maul. Besonders große Exemplare können eine Länge von mehr als zwei Metern erreichen.
Der Wels bevorzugt größere, eher warme und produktive Gewässer. In Österreich kommt er unter anderem in der Donau und verschiedenen Seen vor.
Welse sind Raubfische und ernähren sich von unterschiedlichen tierischen Beutetieren. Mit zunehmender Körpergröße können sie entsprechend größere Beute aufnehmen.
Sind Welse in Österreich gefährlich?
Große Welse wirken aufgrund ihrer Größe beeindruckend. Für Badende stellen sie unter normalen Umständen jedoch keine typische Gefahr dar.
Berichte über besonders große Welse sorgen regelmäßig für Aufmerksamkeit. Daraus sollte jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass das Baden in einem österreichischen Gewässer mit Welsbestand gefährlich wäre.
Für einen eigenen späteren Artikel wäre das Thema dennoch interessant: „Welse in Österreich: Vorkommen, Größe und Gefahr“ verbindet Fischarten-Suche mit der häufigen Frage nach großen beziehungsweise vermeintlich gefährlichen Tieren.
Karpfen
Der Karpfen (Cyprinus carpio) gehört zu den bekanntesten Süßwasserfischen Mitteleuropas. Im Gegensatz zu Forellen und Saiblingen bevorzugt er eher wärmere, langsam fließende oder stehende Gewässer.
Karpfen kommen in Seen, Teichen, Altarmen und langsameren Flussbereichen vor. Sie werden außerdem seit langer Zeit vom Menschen als Speise- und Besatzfische genutzt.
Die Fische suchen einen großen Teil ihrer Nahrung am Gewässergrund. Dabei nehmen sie unter anderem wirbellose Tiere und pflanzliches Material auf.
Große Karpfen können beachtliche Gewichte erreichen und sind deshalb besonders bei Anglern beliebt. Für Badende sind sie harmlos.
Flussbarsch
Der Flussbarsch (Perca fluviatilis) ist in vielen österreichischen Seen und Flüssen anzutreffen. Er lässt sich vergleichsweise leicht an seinen dunklen Querstreifen und den häufig orange bis rötlich gefärbten Bauch- und Schwanzflossen erkennen.
Junge Barsche leben teilweise in Gruppen. Größere Tiere ernähren sich zunehmend von anderen Fischen.
Flussbarsche können in sehr unterschiedlichen Gewässertypen vorkommen und gehören deshalb zu den Fischen, die Besucher an zahlreichen österreichischen Seen finden können.
Barbe
Die Barbe (Barbus barbus) ist ein typischer Fisch größerer Fließgewässer. Ihr langgestreckter Körper und das unterständige Maul sind gut an die Nahrungssuche am Gewässergrund angepasst.
Barben bevorzugen strömendes Wasser und kiesige beziehungsweise strukturreiche Flussabschnitte. Nach dieser Art ist die sogenannte Barbenregion benannt, ein bestimmter Abschnitt im natürlichen Verlauf größerer Flüsse.
Die Barbe kommt unter anderem im österreichischen Donausystem vor. Bei Untersuchungen am Unteren Inn wurde sie beispielsweise als Leitart geführt.
Nase
Die Nase (Chondrostoma nasus) ist ein weiterer charakteristischer Fisch größerer österreichischer Flüsse. Ihren deutschen Namen verdankt sie der auffälligen Form ihrer Schnauze.
Nasen leben häufig in strömenden Gewässerabschnitten und können zur Fortpflanzung größere Wanderungen durchführen. Frei passierbare Flüsse sind deshalb für die Art besonders wichtig.
Historisch bildeten Nasen in geeigneten Flüssen große Bestände. Flussregulierungen, Kraftwerke und andere Wanderhindernisse haben viele Bestände jedoch verändert.
Weitere Fischarten in Österreich
Neben den besonders bekannten Arten gibt es zahlreiche weitere Fische. Zu den in österreichischen Gewässern nachgewiesenen Arten beziehungsweise Fischformen gehören unter anderem:
| Deutscher Name | Wissenschaftlicher Name | Kurzinfo |
|---|---|---|
| Aitel / Döbel | Squalius cephalus | Weit verbreiteter Flussfisch |
| Aalrutte / Quappe | Lota lota | Einziger heimischer Vertreter der Dorschartigen im Süßwasser |
| Bachschmerle | Barbatula barbatula | Kleiner bodenlebender Fisch |
| Bitterling | Rhodeus amarus | Kleine Art mit besonderer Fortpflanzungsbiologie |
| Brachse / Brasse | Abramis brama | Typisch für langsamere und stehende Gewässer |
| Elritze | Phoxinus phoxinus | Kleiner Fisch kühler Gewässer |
| Giebel | Carassius gibelio | Karpfenartiger Fisch stehender und langsamer Gewässer |
| Gründling | Gobio gobio | Kleiner Bodenfisch |
| Güster | Blicca bjoerkna | Verwandter der Brachse |
| Hasel | Leuciscus leuciscus | Fisch fließender Gewässer |
| Karausche | Carassius carassius | Bewohner stehender Gewässer |
| Kaulbarsch | Gymnocephalus cernua | Kleiner Vertreter der Barschartigen |
| Koppe | Cottus gobio | Bodenbewohner kühler Fließgewässer |
| Laube | Alburnus alburnus | Kleiner Schwarmfisch |
| Nerfling | Leuciscus idus | Größerer Karpfenfisch |
| Rotauge | Rutilus rutilus | Häufiger Fisch vieler Seen und Flüsse |
| Rotfeder | Scardinius erythrophthalmus | Typisch für pflanzenreiche Gewässer |
| Schied / Rapfen | Leuciscus aspius | Raubfisch aus der Familie der Karpfenfische |
| Schleie | Tinca tinca | Bewohner warmer, pflanzenreicher Gewässer |
| Schneider | Alburnoides bipunctatus | Kleine Art fließender Gewässer |
| Schrätzer | Gymnocephalus schraetser | Charakteristische Art des Donausystems |
| Zobel | Ballerus sapa | Fisch größerer Flüsse des Donauraums |
Diese Tabelle ist noch nicht die vollständige österreichische Artenliste. Neben weiteren heimischen Arten kommen auch eingeführte Fische vor. Außerdem ist bei manchen Gruppen – insbesondere den Coregonen beziehungsweise Reinanken – die taxonomische Einteilung komplex. Deshalb behandeln wir die vollständige Übersicht getrennt und unterscheiden dort zwischen heimischen Arten, eingeführten Arten und besonderen regionalen Formen.
Warum Österreich so unterschiedliche Fischarten besitzt
Die große Vielfalt lässt sich vor allem durch die sehr unterschiedlichen Gewässer erklären. Ein kalter Gebirgsbach in Tirol stellt völlig andere Anforderungen an seine Bewohner als ein flacher See im Burgenland.
Forellen und Saiblinge benötigen beispielsweise vergleichsweise kaltes und sauerstoffreiches Wasser. Karpfen und Schleien kommen dagegen auch mit deutlich wärmeren Gewässern zurecht.
Hinzu kommt die Donau. Sie verbindet Österreich mit einem riesigen Flusssystem und bietet zusammen mit ihren Nebenflüssen Lebensraum für zahlreiche Arten, die in den hoch gelegenen Alpenseen fehlen.
Besonders interessant sind außerdem Übergangsbereiche, Nebenarme, Altwässer und Zuflüsse. Viele Fischarten benötigen im Laufe ihres Lebens unterschiedliche Lebensräume und müssen zwischen diesen wandern können.
Gefährdete Fische in Österreich
Österreich besitzt zwar eine vielfältige Fischfauna, viele Arten stehen jedoch unter erheblichem Druck. Das Umweltbundesamt weist in seiner Übersicht für Fische einen Anteil von 46,4 Prozent gefährdeter Arten aus. Dabei werden die Kategorien gefährdet, stark gefährdet und vom Aussterben bedroht zusammengefasst.
Zu den Problemen gehören unter anderem Veränderungen natürlicher Flussstrukturen, Wanderhindernisse, fehlende Laichgebiete und andere Eingriffe in die Gewässerlebensräume.
Besonders deutlich wird das bei wandernden Flussfischen. Ein Fisch kann einen grundsätzlich geeigneten Lebensraum nicht nutzen, wenn unpassierbare Hindernisse den Weg zu Laich- oder Nahrungsgebieten versperren.
Renaturierungen und Fischwanderhilfen können deshalb eine wichtige Rolle beim Erhalt der österreichischen Fischfauna spielen.
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Die vollständige Fischarten-Liste für Österreich
Neben den bekannten Arten wie Forelle, Hecht, Wels oder Karpfen leben in Österreich zahlreiche kleinere Fische, die Urlauber nur selten bewusst wahrnehmen. Gerade die Donau und ihre Nebenflüsse besitzen eine besonders vielfältige Fischfauna.
Bei einer vollständigen Artenliste gibt es allerdings eine Besonderheit: Je nach wissenschaftlicher Quelle und Zählweise unterscheiden sich die Angaben. Eingeführte Arten, regional unterschiedliche Formen und taxonomisch schwer abzugrenzende Gruppen werden nicht immer identisch behandelt. Deshalb sollte eine Liste mit einer bestimmten Artenzahl nicht als für alle Zeiten unveränderliches Verzeichnis verstanden werden.
Für Besucher ist vor allem interessant, welche Fische tatsächlich in österreichischen Gewässern vorkommen. Neben den bereits ausführlich vorgestellten Arten gehören dazu zahlreiche Vertreter der Karpfenfische, Barschartigen, Lachsfische, Grundeln und einige eingeführte Arten.
Weitere heimische und regional vorkommende Fischarten
| Fischart | Wissenschaftlicher Name | Lebensraum / Besonderheit |
|---|---|---|
| Aitel / Döbel | Squalius cephalus | Flüsse und größere Bäche |
| Aalrutte / Quappe | Lota lota | Seen und Flüsse, vorwiegend bodennah |
| Bachneunauge | Lampetra planeri | Kleine Fließgewässer; streng genommen kein echter Knochenfisch |
| Bachschmerle | Barbatula barbatula | Bodenbewohner von Bächen und Flüssen |
| Bitterling | Rhodeus amarus | Ruhigere Gewässer; Fortpflanzung mithilfe von Großmuscheln |
| Brachse / Brasse | Abramis brama | Seen und langsam fließende Gewässer |
| Donaukaulbarsch | Gymnocephalus baloni | Donausystem |
| Elritze | Phoxinus spp. | Kühle Bäche, Flüsse und Seen |
| Frauennerfling | Rutilus virgo | Charakteristische Art des Donaueinzugsgebietes |
| Goldsteinbeißer | Sabanejewia spp. | Bodenbewohner geeigneter Fließgewässer |
| Gründling | Gobio gobio | Bodenorientierter Fisch von Fließgewässern |
| Güster | Blicca bjoerkna | Seen und langsamere Flussabschnitte |
| Hasel | Leuciscus leuciscus | Fließgewässer |
| Karausche | Carassius carassius | Stehende und langsam fließende Gewässer |
| Kaulbarsch | Gymnocephalus cernua | Seen und Flüsse |
| Koppe / Groppe | Cottus gobio | Kühle, sauerstoffreiche Fließgewässer |
| Laube / Ukelei | Alburnus alburnus | Schwarmfisch größerer Gewässer |
| Nerfling / Aland | Leuciscus idus | Größere Fließgewässer |
| Perlfisch | Rutilus meidingeri | Seltene Art einiger Voralpenseen und ihrer Zuflüsse |
| Rotauge | Rutilus rutilus | Viele Seen und langsamere Flüsse |
| Rotfeder | Scardinius erythrophthalmus | Pflanzenreiche Stillgewässer |
| Schied / Rapfen | Leuciscus aspius | Große Flüsse; räuberisch lebender Karpfenfisch |
| Schleie | Tinca tinca | Warme und pflanzenreiche Gewässer |
| Schlammpeitzger | Misgurnus fossilis | Altarme, Gräben und andere ruhige Gewässer |
| Schneider | Alburnoides bipunctatus | Strömende Gewässer |
| Schrätzer | Gymnocephalus schraetser | Donausystem |
| Steinbeißer | Cobitis spp. | Kleine bodenlebende Fische |
| Streber | Zingel streber | Strömungsliebende Art des Donausystems |
| Zingel | Zingel zingel | Größere Fließgewässer des Donausystems |
| Zobel | Ballerus sapa | Größere Flüsse |
| Zope | Ballerus ballerus | Große Flüsse und angebundene Gewässer |
Gerade bei kleineren Fischarten ist eine Bestimmung für Laien oft schwierig. Zudem haben genetische und taxonomische Untersuchungen in den vergangenen Jahren bei verschiedenen europäischen Fischgruppen zu Änderungen geführt. Deshalb werden in der Tabelle bei einigen schwierigen Gruppen bewusst keine scheinbar exakten Artzuordnungen vorgetäuscht.
Gebietsfremde und eingeführte Fische in Österreich
Nicht jeder Fisch, der heute in einem österreichischen Gewässer lebt, gehört ursprünglich zur heimischen Fischfauna. Einige Arten wurden gezielt als Angel- oder Speisefische eingesetzt, andere haben sich auf unterschiedlichen Wegen ausgebreitet.
Ein bekanntes Beispiel ist die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss). Ihre ursprüngliche Heimat liegt in Nordamerika. Sie wurde in Europa als Nutz- und Angelfisch eingeführt und ist heute auch in österreichischen Gewässern anzutreffen.
Ebenfalls aus Nordamerika stammt der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis). Trotz seines deutschen Namens darf er nicht mit dem in Europa heimischen Seesaibling verwechselt werden.
Weitere gebietsfremde Fischarten kommen insbesondere im Donausystem vor. Dazu gehören verschiedene Grundeln, die sich in europäischen Flüssen teilweise stark ausgebreitet haben.
Schwarzmundgrundel
Die Schwarzmundgrundel (Neogobius melanostomus) stammt ursprünglich aus dem pontokaspischen Raum. Sie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in zahlreichen europäischen Flüssen ausgebreitet und ist auch im österreichischen Donausystem zu finden.
Solche gebietsfremden Arten können die Zusammensetzung der Fischgemeinschaft verändern. Deshalb wird ihre weitere Ausbreitung wissenschaftlich beobachtet.
Sonnenbarsch
Der auffällig gefärbte Sonnenbarsch (Lepomis gibbosus) stammt ursprünglich aus Nordamerika. Er wurde in Europa eingeführt und kommt heute auch in Teilen Österreichs vor.
Die Art bevorzugt eher warme, langsam fließende oder stehende Gewässer. Wegen ihrer auffälligen Zeichnung gehört sie zu den Fischen, die sich vergleichsweise leicht erkennen lassen.
Regenbogenforelle
Die Regenbogenforelle ist für viele Besucher kaum von einer heimischen Forelle zu unterscheiden. Ein typisches Merkmal ist der häufig sichtbare rosafarbene bis rötliche Seitenstreifen.
Sie wird seit langer Zeit in Fischzuchtanlagen gehalten und wurde vielerorts für die Angelfischerei eingesetzt. Ökologisch sollte sie jedoch klar von der heimischen Bachforelle getrennt werden.
Fische in der Donau in Österreich
Die Donau ist für die österreichische Fischfauna von herausragender Bedeutung. Der Strom durchquert Österreich von Westen nach Osten und bildet zusammen mit Nebenarmen, Auen und Zuflüssen ein komplexes System unterschiedlicher Lebensräume.
Zu den charakteristischen Fischen des österreichischen Donausystems gehören unter anderem Barbe, Nase, Huchen, Schied, Zingel, Streber, Schrätzer und verschiedene weitere Karpfenfische. Daneben leben in der Donau bekannte Raubfische wie Hecht, Zander, Flussbarsch und Wels.
Welche Arten an einem bestimmten Abschnitt vorkommen, hängt stark von Strömung, Wassertiefe, Untergrund, Uferstruktur und Verbindung zu Nebenarmen ab.
Wie groß werden Welse in der Donau?
Der Europäische Wels kann eine Länge von deutlich mehr als zwei Metern erreichen. Solche außergewöhnlich großen Exemplare sind allerdings nicht der Normalfall.
Die Donau bietet dem Wels aufgrund ihrer Größe und ihres Nahrungsangebotes geeigneten Lebensraum. Besonders große Welse gehören zu den Fischen, über die regelmäßig spektakuläre Fangmeldungen erscheinen.
Für Badende ergibt sich daraus keine besondere allgemeine Gefahr. Ein großer Wels ist zwar ein leistungsfähiger Raubfisch, der Mensch gehört aber nicht zu seiner normalen Beute.
Fische im Hallstätter See
Der Hallstätter See gehört zu den bekanntesten Seen Österreichs und ist für seine Fischfauna besonders interessant. Der tiefe Alpensee bietet sowohl für Fische des freien Wassers als auch für Arten der Uferbereiche geeignete Lebensräume.
Besonders bekannt ist die Hallstatt-Reinanke. Reinanken leben überwiegend im freien Wasser und ernähren sich zu einem großen Teil von Plankton.
Daneben kommen im Hallstätter See weitere Fischarten vor. Für Besucher von Hallstatt ist die Fischerei auch kulturell und kulinarisch interessant. Fisch aus den Seen des Salzkammerguts hat in der regionalen Küche eine lange Tradition.
Ein eigener Artikel über die Fische im Hallstätter See bietet sich später an, da sich damit zwei interessante Themenbereiche verbinden lassen: die stark nachgefragte Destination Hallstatt und die Suche nach heimischen Fischarten.
Fische im Salzkammergut
Das Salzkammergut besitzt eine große Zahl bekannter Seen. Dazu gehören unter anderem Wolfgangsee, Attersee, Traunsee, Mondsee, Grundlsee und Hallstätter See.
Die Zusammensetzung der Fischbestände ist nicht in jedem dieser Seen identisch. Typische Arten verschiedener Salzkammergut-Gewässer sind jedoch Reinanken, Seesaiblinge, Seeforellen, Hechte, Barsche und weitere Weißfische.
Die Österreichischen Bundesforste bewirtschaften mehrere Fischereigewässer der Region und weisen auf regional besondere Formen wie die Hallstatt-Reinanke und den Grundlsee-Saibling hin.
Für Touristen ist das Salzkammergut damit eine der interessantesten Regionen Österreichs, wenn Natur, Seenlandschaften und traditionelle Fischküche miteinander verbunden werden sollen.
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Fische im Attersee
Der Attersee in Oberösterreich ist der größte vollständig innerhalb Österreichs liegende See. Sein klares Wasser und seine beträchtliche Tiefe schaffen Lebensräume für unterschiedliche Fischarten.
Zu den für große Seen des Salzkammerguts typischen Fischen gehören unter anderem Reinanken, Seeforellen, Hechte und Barsche. Je nach Wassertiefe und Jahreszeit nutzen die Arten sehr unterschiedliche Bereiche des Sees.
Für Taucher ist der Attersee ebenfalls interessant. Wer Fische unter Wasser beobachtet, sollte allerdings berücksichtigen, dass sich viele Arten nicht ständig in den gut sichtbaren flachen Uferbereichen aufhalten.
Fische im Wolfgangsee
Der Wolfgangsee gehört zu den touristisch bekanntesten Seen Österreichs. Auch hier leben verschiedene typische Fischarten der Alpen- und Voralpenseen.
Besonders interessant sind die Unterschiede zwischen den Lebensräumen im offenen Wasser, den Uferzonen und den Zuflüssen. Reinanken nutzen beispielsweise überwiegend das freie Wasser, während andere Arten stärker an Uferstrukturen gebunden sind.
Der Wolfgangsee eignet sich deshalb ebenfalls für einen späteren eigenständigen Fischarten-Artikel.
Fische im Neusiedler See
Der Neusiedler See unterscheidet sich grundlegend von den tiefen Alpenseen im Westen Österreichs. Er ist sehr flach, vergleichsweise warm und von großen Schilfgürteln geprägt.
Entsprechend anders ist auch die Fischgemeinschaft. Wärmeliebende Arten finden hier deutlich geeignetere Bedingungen als typische Fische kalter Alpenseen.
Zu den bekannten Fischen des Sees gehören beziehungsweise gehörten je nach Bestandsentwicklung unter anderem Karpfenartige, Hecht, Zander und weitere Arten, die mit flachen und nährstoffreichen Gewässern zurechtkommen.
Gerade am Neusiedler See können sich Fischbestände durch Wasserstand, Salzgehalt, Temperatur und andere Umweltbedingungen deutlich verändern. Bei konkreten Aussagen über aktuelle Bestände sollte deshalb immer auf aktuelle Untersuchungen zurückgegriffen werden.
Fische im Bodensee
Österreich besitzt bei Vorarlberg einen Anteil am Bodensee. Der große See gehört damit ebenfalls zu den bedeutenden Fischgewässern, die für Österreich relevant sind.
Bekannt ist der Bodensee insbesondere für seine Felchen beziehungsweise Coregonen. Daneben leben dort zahlreiche weitere Arten wie Barsche, Hechte und verschiedene Karpfenfische.
Der Bodensee ist allerdings ein internationales Gewässer. Österreich teilt ihn mit Deutschland und der Schweiz. Fischereiliche und ökologische Entwicklungen müssen deshalb grenzüberschreitend betrachtet werden.
Welche Fische können Urlauber besonders leicht sehen?
Viele der spektakulärsten österreichischen Fische bekommt ein normaler Urlauber kaum zu Gesicht. Ein großer Huchen, Wels oder eine Seeforelle hält sich meist nicht direkt neben einem stark besuchten Badestrand auf.
Leichter zu beobachten sind kleinere Fische in klarem, flachem Wasser. In Seen können beispielsweise Barsche und verschiedene kleinere Schwarmfische bis in die Uferbereiche kommen.
Auch von Brücken über klare Bäche und Flüsse lassen sich gelegentlich Forellen beobachten. Dabei sollte man allerdings nicht versuchen, die Tiere zu füttern.
Welcher ist der größte Fisch in Österreich?
Zu den größten Fischen österreichischer Binnengewässer gehört der Europäische Wels. Außergewöhnliche Exemplare können mehr als zwei Meter lang werden.
Auch der Huchen erreicht für einen europäischen Flussfisch beeindruckende Größen und kann deutlich über einen Meter lang werden. Große Hechte und Seeforellen bleiben normalerweise kleiner, können aber ebenfalls beträchtliche Größen erreichen.
Die Frage nach dem „größten Fisch Österreichs“ lässt sich allerdings nicht sinnvoll über einzelne Rekordfänge definieren. Fangmeldungen sind nicht immer nach einheitlichen wissenschaftlichen Kriterien dokumentiert.
Als Art ist der Wels jedenfalls der offensichtlichste Kandidat für den größten regelmäßig in österreichischen Gewässern vorkommenden Süßwasserfisch.
Gibt es gefährliche Fische in Österreich?
Österreich besitzt keine Fischart, vor der normale Badegäste grundsätzlich Angst haben müssten. Auch große Raubfische wie Wels, Hecht, Huchen und Zander betrachten Menschen nicht als normale Beute.
Das bedeutet nicht, dass jeder Fisch vollkommen harmlos angefasst werden kann. Ein Hecht besitzt beispielsweise zahlreiche scharfe Zähne. Auch Flossenstrahlen und Angelhaken an gefangenen Fischen können Verletzungen verursachen.
Das betrifft jedoch hauptsächlich Menschen, die Fische fangen oder in die Hand nehmen. Beim normalen Schwimmen in österreichischen Seen stellen heimische Fische keine relevante allgemeine Gefahr dar.
Greifen Hechte Menschen an?
Hechte sind Raubfische und besitzen ein stark bezahntes Maul. Menschen gehören jedoch nicht zu ihrem natürlichen Beutespektrum. Einzelne ungewöhnliche Zwischenfälle ändern nichts daran, dass Hechte für normale Badegäste keine typische Gefahr darstellen.
Greifen Welse Menschen an?
Auch beim Wels führen außergewöhnliche Größe und gelegentliche Medienberichte zu einer verzerrten Wahrnehmung. Welse sind leistungsfähige Raubfische, aber Menschen gehören nicht zu ihrer normalen Beute.
Die Anwesenheit von Welsen ist daher kein Grund, auf das Baden in einem österreichischen See oder Fluss grundsätzlich zu verzichten.
Darf man in Österreich angeln?
Angeln ist in Österreich möglich, unterliegt aber gesetzlichen und regionalen Regelungen. Eine allgemeine Erlaubnis, mit der Besucher überall in Österreich fischen dürfen, gibt es nicht.
Je nach Bundesland und Gewässer können unterschiedliche Dokumente, Fischerkarten, Gastkarten oder Lizenzen erforderlich sein. Zusätzlich gelten für einzelne Gewässer Bestimmungen zu Schonzeiten, Mindestmaßen, erlaubten Fangmethoden und Tagesfangmengen.
Wer im Urlaub angeln möchte, sollte sich deshalb vorher direkt über die Regeln des Bundeslandes und des konkreten Gewässers informieren. Informationen des Unterkunftsgebers oder eines lokalen Angelgeschäfts können hilfreich sein, rechtlich maßgeblich sind jedoch die jeweils geltenden Vorschriften.
Darf man gefangene Fische mitnehmen?
Auch das hängt von der jeweiligen Fischereiberechtigung und den lokalen Bestimmungen ab. Für einzelne Arten gelten Schonzeiten und Mindestmaße; außerdem können Gewässerbewirtschafter zusätzliche Fangbeschränkungen festlegen.
Ein gefangener Fisch darf daher nicht automatisch mitgenommen werden. Urlauber sollten die Regeln des jeweiligen Gewässers bereits vor Beginn des Angelns kennen.
Kann man in Österreich Fisch essen?
Fisch gehört in mehreren österreichischen Seenregionen zur traditionellen Küche. Besonders im Salzkammergut findet man auf Speisekarten häufig Reinanke, Saibling und Forelle.
Dabei bedeutet eine Bezeichnung auf der Speisekarte nicht automatisch, dass der Fisch tatsächlich aus genau dem See stammt, an dem sich das Restaurant befindet. Wer Wert auf regionalen Wildfang legt, sollte nach der Herkunft fragen.
Auch Fischzucht spielt in Österreich eine wichtige Rolle. Forellen und Saiblinge werden beispielsweise in Aquakulturen produziert.
Warum sind frei fließende Flüsse für Fische wichtig?
Viele Fischarten verbringen nicht ihr gesamtes Leben an derselben Stelle. Sie wandern beispielsweise zu Laichplätzen, Nahrungsgebieten oder geeigneten Winterhabitaten.
Querbauwerke können solche Wanderungen unterbrechen. Besonders für Arten wie Huchen, Nase und Barbe ist die Verbindung unterschiedlicher Flussabschnitte von großer Bedeutung.
Fischaufstiegshilfen sollen es Tieren ermöglichen, bestimmte Hindernisse zu überwinden. Gleichzeitig können Renaturierungen dazu beitragen, verloren gegangene Lebensräume wiederherzustellen.
Der Schutz österreichischer Fische besteht deshalb nicht nur darin, einzelne Arten nicht zu fangen. Entscheidend ist vor allem, ausreichend geeignete und miteinander verbundene Gewässerlebensräume zu erhalten.
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Salzkammergut, Kärntner Seen, Bodensee und viele weitere Gewässerregionen gehören zu den beliebtesten Urlaubszielen Österreichs.
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Häufige Fragen zu Fischen in Österreich
Wie viele Fischarten gibt es in Österreich?
Die Zahl hängt von der verwendeten Artenliste und davon ab, ob beispielsweise gebietsfremde Arten mitgezählt werden. Das österreichische Umweltbundesamt führt in seiner Übersicht zur Roten Liste 84 Fischarten. Die zugrunde liegende Rote Liste der Fische stammt allerdings aus dem Jahr 2007 und wird derzeit aktualisiert.
Welche Fische sind typisch für Österreich?
Zu den besonders bekannten Arten gehören Bachforelle, Seeforelle, Seesaibling, Reinanke, Äsche, Huchen, Hecht, Zander, Wels, Karpfen, Flussbarsch, Barbe und Nase.
Welcher Fisch ist typisch für die Donau?
Die Donau besitzt keine einzelne typische Fischart. Besonders charakteristisch für das Donausystem sind jedoch unter anderem Huchen, Nase, Barbe, Schied, Schrätzer, Streber und Zingel.
Welcher ist der größte Fisch Österreichs?
Der Europäische Wels gehört zu den größten in Österreich vorkommenden Süßwasserfischen. Sehr große Exemplare können eine Länge von mehr als zwei Metern erreichen.
Gibt es Lachse in Österreich?
Der Atlantische Lachs gehört nicht zur heutigen typischen Fischfauna österreichischer Gewässer. Der Huchen wird allerdings gelegentlich als „Donaulachs“ bezeichnet. Trotz dieses Namens handelt es sich um eine eigene Art, die ihr gesamtes Leben im Süßwasser verbringt.
Gibt es Forellen in Österreich?
Ja. Die Bachforelle ist ein charakteristischer Fisch vieler kühler österreichischer Bäche und Flüsse. In geeigneten Seen lebt außerdem die Seeforelle. Daneben kommt die ursprünglich aus Nordamerika stammende Regenbogenforelle vor.
Gibt es Welse in Österreich?
Ja. Der Europäische Wels kommt unter anderem in der Donau und in verschiedenen größeren Seen und Flüssen vor.
Gibt es Hechte in Österreich?
Ja. Hechte leben in zahlreichen österreichischen Seen und in langsameren Bereichen von Fließgewässern. Sie gehören zu den bekanntesten heimischen Raubfischen.
Gibt es Zander in Österreich?
Ja. Zander kommen unter anderem in der Donau sowie in geeigneten Seen und anderen größeren Gewässern vor.
Sind Fische in Österreich gefährlich?
Für normale Schwimmer und Badegäste stellen die heimischen Fischarten keine relevante allgemeine Gefahr dar. Große Raubfische wie Hecht und Wels können zwar wehrhaft sein, Menschen gehören jedoch nicht zu ihrem normalen Beutespektrum.
Welche Fische gibt es im Hallstätter See?
Besonders bekannt ist die Hallstatt-Reinanke. Daneben leben weitere für alpine Seen typische Fischarten im Hallstätter See. Die Zusammensetzung unterscheidet sich deutlich von flachen und wärmeren Gewässern wie dem Neusiedler See.
Welche Fische gibt es im Salzkammergut?
Je nach See kommen unter anderem Reinanken, Seesaiblinge, Seeforellen, Bachforellen, Hechte, Barsche und verschiedene Karpfenfische vor. Nicht jede Art lebt in jedem See.
Kann man Fische in österreichischen Seen beobachten?
Ja. In klarem Wasser lassen sich vor allem kleinere Fische und Barsche gelegentlich vom Ufer, von Stegen oder beim Schnorcheln beobachten. Viele größere Arten halten sich jedoch häufig in tieferen oder strukturreichen Bereichen auf.
Fazit: Österreich besitzt eine vielfältige Fischwelt
Österreich hat kein Meer, aber eine bemerkenswert vielfältige Süßwasserfischfauna. Alpenseen, Gebirgsbäche, große Flüsse und die Donau bieten sehr unterschiedliche Lebensräume.
Zu den bekanntesten Fischen gehören Bachforelle, Seeforelle, Seesaibling, Reinanke, Äsche, Huchen, Hecht, Zander, Wels und Karpfen. Daneben leben zahlreiche kleinere Arten in österreichischen Gewässern, von denen einige eng an das Donausystem oder bestimmte Seen und Flusstypen gebunden sind.
Besonders interessant ist der starke regionale Unterschied. Während in kalten Alpenseen Saiblinge, Forellen und Reinanken eine wichtige Rolle spielen, findet man in wärmeren Gewässern andere Fischgemeinschaften. Die Donau besitzt wiederum eine besonders artenreiche und teilweise sehr charakteristische Fischfauna.
Für Badegäste sind die Fische Österreichs normalerweise kein Sicherheitsproblem. Selbst große Raubfische wie Wels und Hecht betrachten Menschen nicht als normale Beute.
Für Naturfreunde lohnt sich dagegen ein genauer Blick. Vom kleinen Bitterling bis zum mehr als zwei Meter langen Wels reicht das Spektrum der österreichischen Fischwelt über erstaunlich unterschiedliche Arten und Lebensweisen.