Skorpione in Österreich: Arten, Vorkommen und Gefahr

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Ja, in Österreich gibt es Skorpione. Das überrascht viele Urlauber, denn Skorpione werden eher mit Südeuropa, Nordafrika oder Wüstenregionen verbunden. Tatsächlich kommen mehrere Skorpionarten in Österreich vor. Die wichtigsten natürlichen Vorkommen liegen vor allem im Süden des Landes, insbesondere in Kärnten und Osttirol. Daneben gibt es einzelne besondere Populationen, beispielsweise in Krems in Niederösterreich.

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Für Urlauber besteht jedoch kein Grund zur Sorge: Die in Österreich heimischen Skorpione gelten für Menschen als ungefährlich. Ein Stich kann schmerzhaft sein und eine lokale Rötung oder Schwellung verursachen, schwere Vergiftungen durch die heimischen Arten sind jedoch nicht zu erwarten. Das österreichische Gesundheitsportal beschreibt ihre Stiche als harmlos und in den lokalen Auswirkungen ungefähr mit einem Wespenstich vergleichbar.

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Wer einen Urlaub in Wien, Salzburg, Tirol oder Kärnten plant, muss deshalb keine besonderen Schutzmaßnahmen wegen Skorpionen treffen. Selbst in Gebieten mit natürlichen Populationen bekommt ein durchschnittlicher Tourist normalerweise keinen Skorpion zu Gesicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Österreich gibt es tatsächlich wild lebende Skorpione.
  • Die bekannten heimischen Populationen konzentrieren sich vor allem auf südliche Teile Österreichs.
  • Kärnten und Osttirol gehören zu den wichtigsten Verbreitungsgebieten.
  • Auch in Nordtirol sowie lokal in der Steiermark und Niederösterreich sind beziehungsweise waren Vorkommen bekannt.
  • Die heimischen Skorpione sind für Menschen nicht gefährlich.
  • Ein Stich kann dennoch schmerzen und eine Rötung oder Schwellung verursachen.
  • Für einen normalen Urlaub in Österreich spielen Skorpione praktisch keine Rolle.
  • In Wien muss man nicht mit regelmäßigen Begegnungen mit wild lebenden Skorpionen rechnen.

Gibt es wirklich Skorpione in Österreich?

Ja. Skorpione gehören tatsächlich zur österreichischen Tierwelt. Es handelt sich dabei nicht ausschließlich um Tiere, die zufällig mit Waren oder Reisegepäck aus südlichen Ländern eingeschleppt wurden.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben mehrere dauerhaft vorkommende Skorpionarten beziehungsweise Populationen in Österreich dokumentiert. Eine umfangreiche Untersuchung der österreichischen Skorpionfauna wertete mehr als 500 historische und neuere Funddatensätze aus.

Die österreichischen Skorpione gehören zu kleinen europäischen Arten, die optisch wenig mit den großen Wüsten-Skorpionen gemeinsam haben, die viele Menschen aus Dokumentarfilmen oder Terrarien kennen.

Besonders bemerkenswert ist ihre nördliche Lage. Österreich liegt am nördlichen Rand des natürlichen europäischen Verbreitungsgebietes verschiedener Skorpione. Einige österreichische Populationen zählen zu den nördlichsten natürlichen Skorpionvorkommen Europas.

Welche Skorpionarten gibt es in Österreich?

Die traditionelle österreichische Fachliteratur unterscheidet drei heimische Arten beziehungsweise Arten mit dauerhaften Populationen:

  • Alpenskorpion beziehungsweise Deutscher Skorpion
  • Gammaskorpion
  • Triestiner Skorpion

In älteren Veröffentlichungen werden dafür die wissenschaftlichen Namen Euscorpius germanus, Euscorpius gamma und Euscorpius tergestinus verwendet. Die zoologische Systematik dieser europäischen Skorpione wurde inzwischen teilweise überarbeitet, sodass insbesondere für einige Arten heute auch die Gattung Alpiscorpius verwendet wird. Der Gammaskorpion wird beispielsweise als Alpiscorpius gamma geführt.

Für Urlauber ist diese taxonomische Feinheit allerdings kaum relevant. Wichtiger ist die Frage, wo Skorpione vorkommen und ob von ihnen eine Gefahr ausgeht.

Alpenskorpion

Der Alpenskorpion beziehungsweise Deutsche Skorpion ist eine der bekanntesten österreichischen Arten. In älterer Literatur findet man ihn unter dem Namen Euscorpius germanus.

Der Alpenskorpion (Alpiscorpius germanus) bleibt unter etwa 3 cm, ist typischerweise dunkelbraun bis fast schwarz; Beine, Bauchseite und Telson sind heller. Bestimmungsrelevant sind unter anderem Merkmale an den Trichobothrien – den feinen Sinneshaaren der Scheren – und weitere morphologische Details.

Sein österreichisches Verbreitungsgebiet liegt insbesondere in Osttirol und im südwestlichen Kärnten. Wissenschaftliche Untersuchungen dokumentierten Vorkommen in Höhen zwischen ungefähr 510 und 2.170 Metern. Allein für den relativ kleinen Bezirk Lienz in Osttirol wurden zahlreiche Fundorte beschrieben.

Damit widerlegt diese Art auch die Vorstellung, Skorpione könnten ausschließlich in heißen und trockenen Gegenden leben. Österreichische Skorpione kommen teilweise in ausgesprochen alpinen Landschaften vor.

Gammaskorpion

Der Gammaskorpion ist stärker auf den Süden Österreichs beschränkt. Sein bekanntes Verbreitungsgebiet umfasst unter anderem Bereiche der Karawanken und Steiner Alpen. Auch grenznahe Bereiche der Steiermark werden in Fachpublikationen genannt. Außerhalb Österreichs kommt die Art unter anderem in Slowenien, im Nordosten Italiens und im nördlichen Kroatien vor.

Der Gammaskorpion (Alpiscorpius gamma) erreicht etwa 3,2 cm und wird als eher hellbraun beschrieben. Die Beine sind vergleichsweise schwach pigmentiert. Er ist dem Alpenskorpion allerdings so ähnlich, dass eine sichere Bestimmung anhand eines normalen Fotos schwierig sein kann. Zu den Fachmerkmalen gehören die Form des Carapax-Vorderrandes und Anzahl bzw. Anordnung der Trichobothrien

Gerade Kärnten ist deshalb für die österreichische Skorpionfauna besonders interessant. Untersuchungen entlang der A2 bei Arnoldstein weisen beispielsweise auf bekannte Vorkommen des Alpen- und Gammaskorpions hin.

Triestiner Skorpion

Eine weitere interessante Art ist der Triestiner Skorpion, Euscorpius tergestinus. Besonders bekannt ist eine isolierte Population in Krems an der Donau.

Der Triestiner Skorpion (Euscorpius tergestinus) wird größer – bis etwa 4 cm – und ist orangebraun mit gelblicher Giftblase. Auch hier reicht die Farbe allein nicht zur sicheren Bestimmung; Fachleute berücksichtigen unter anderem die Sinneshaare auf den Scheren.

Skorpione wurden dort bereits im 19. Jahrhundert dokumentiert. Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass die Kremser Population wahrscheinlich ursprünglich durch menschlichen Handel eingeschleppt wurde und sich anschließend dauerhaft etablieren konnte.

Das ist aus touristischer Sicht eine interessante Besonderheit: Man muss also nicht bis Kärnten oder Osttirol fahren, um in Österreich ein Gebiet mit einer etablierten Skorpionpopulation zu erreichen.

Wo gibt es Skorpione in Österreich?

Skorpione sind keineswegs gleichmäßig über Österreich verteilt. Die wichtigsten Verbreitungsgebiete liegen im Süden und Südwesten.

Region Skorpione Bedeutung für Urlauber
Kärnten Wichtiges österreichisches Verbreitungsgebiet Begegnung möglich, aber selten
Osttirol Zahlreiche dokumentierte Vorkommen Vor allem in geeigneten natürlichen Lebensräumen
Nordtirol Lokale Vorkommen bekannt Für normale Urlauber kaum relevant
Steiermark Lokale südliche Vorkommen dokumentiert Sehr geringe praktische Bedeutung
Krems / Niederösterreich Besondere etablierte Population Lokale Besonderheit
Wien Kein bedeutendes natürliches Verbreitungsgebiet Im normalen Wien-Urlaub praktisch kein Thema

Gibt es Skorpione in Wien?

Für Besucher unserer Wien-Seite ist diese Frage besonders interessant. Wien gehört nicht zu den bekannten Hauptverbreitungsgebieten der heimischen österreichischen Skorpione.

Das bedeutet nicht, dass innerhalb einer Großstadt niemals ein Skorpion gefunden werden kann. Skorpione können mit Waren, Pflanzen, Baumaterial oder Reisegepäck über große Entfernungen transportiert werden. Solche eingeschleppten Einzeltiere wurden in Österreich immer wieder dokumentiert. Fachpublikationen erwähnen insbesondere den Italienischen Skorpion als Art, die wiederholt nach Österreich eingeschleppt wurde.

Ein solcher Fund ist aber etwas völlig anderes als eine weit verbreitete natürliche Population.

Touristen in Wien müssen sich deshalb wegen Skorpionen keine Gedanken machen. Bei einem normalen Städtetrip spielen sie praktisch keine Rolle. Wer im Hotelzimmer, in einer Ferienwohnung, im Prater oder bei einem Spaziergang durch Wien unterwegs ist, muss nicht mit Skorpionen rechnen.

Gibt es Skorpione in Kärnten?

Ja. Wer gezielt nach österreichischen Skorpionen sucht, landet schnell bei Kärnten. Das Bundesland gehört zu den wichtigsten Verbreitungsgebieten der Tiere in Österreich.

Das hängt unter anderem mit der geografischen Lage südlich des Alpenhauptkamms und den geeigneten Lebensräumen zusammen. Skorpione bevorzugen strukturreiche Stellen, an denen sie zahlreiche Versteckmöglichkeiten finden.

Typische Aufenthaltsorte sind beispielsweise:

  • unter Steinen,
  • unter Totholz,
  • in Felsspalten,
  • an warmen und strukturreichen Hängen,
  • in Mauerritzen und ähnlichen geschützten Bereichen.

Tagsüber halten sich die Tiere meist versteckt. Sie gehen überwiegend nachts auf Nahrungssuche. Genau deshalb sehen selbst Menschen, die jahrelang in einem Skorpiongebiet leben oder dort regelmäßig Urlaub machen, nicht zwangsläufig einen Skorpion.

Gibt es Skorpione in Tirol?

Auch in Tirol gibt es Skorpione. Besonders gut dokumentiert sind die Vorkommen in Osttirol.

Für den Bezirk Lienz wurden zahlreiche Fundstellen des Alpenskorpions beschrieben. Bemerkenswert ist dabei die Höhenverbreitung: Nachweise reichen bis auf mehr als 2.000 Meter über dem Meeresspiegel.

Skorpione in Österreich sind also keineswegs ausschließlich Bewohner warmer Weinberge oder mediterran wirkender Landschaften. Einige Populationen sind an alpine Bedingungen angepasst.

Auch aus Nordtirol sind lokale Vorkommen bekannt. Insgesamt bleibt die Verbreitung jedoch stark regional begrenzt.

Gibt es Skorpione in Salzburg?

Salzburg zählt nicht zu den bekannten österreichischen Schwerpunktgebieten für Skorpione. Für einen normalen Urlaub in Salzburg oder im Salzburger Land ist das Thema daher praktisch bedeutungslos.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu Teilen Kärntens und Osttirols. Aussagen wie „In Österreich gibt es Skorpione“ sind biologisch richtig, können aber ohne geografische Einordnung einen völlig falschen Eindruck vermitteln.

Österreich ist nicht flächendeckend Skorpiongebiet.

Wie groß werden Skorpione in Österreich?

Die heimischen Arten sind vergleichsweise klein. Wer beim Wort Skorpion an ein handgroßes Tier mit mächtigen Scheren und langem Giftstachel denkt, hat ein falsches Bild von den typischen österreichischen Arten.

Sie sind wesentlich unscheinbarer und verstecken sich tagsüber häufig so gut, dass man sie leicht übersieht.

Ihre geringe Größe ist einer der Gründe, weshalb Urlauber selbst in bekannten Verbreitungsgebieten nur selten einen Skorpion entdecken.

Sind Skorpione in Österreich giftig?

Ja – aber „giftig“ bedeutet hier nicht automatisch „gefährlich“.

Skorpione besitzen einen Giftstachel und setzen Gift zum Beutefang beziehungsweise zur Verteidigung ein. Die entscheidende Frage für Menschen ist deshalb nicht, ob ein Skorpion Gift besitzt, sondern wie gefährlich dieses Gift für einen Menschen ist.

Bei den heimischen österreichischen Arten fällt die Antwort beruhigend aus. Das offizielle österreichische Gesundheitsportal bezeichnet sie ausdrücklich als ungefährlich.

Die Situation lässt sich deshalb nicht mit Ländern vergleichen, in denen medizinisch hochproblematische Skorpionarten vorkommen.

Giftig oder gefährlich?

Österreichische Skorpione besitzen Gift. Für Menschen sind die heimischen Arten nach Angaben des österreichischen Gesundheitsportals jedoch ungefährlich. Ein Stich kann trotzdem schmerzen und sollte insbesondere bei Kindern oder ungewöhnlichen Beschwerden ernst genommen werden.

Die Aussage „Skorpione in Österreich sind giftig“ ist daher biologisch richtig, ohne weitere Erklärung aber irreführend.

Wie gefährlich ist ein Skorpionstich in Österreich?

Ein Stich eines heimischen österreichischen Skorpions kann schmerzhaft sein. Typische lokale Reaktionen sind Rötung und Schwellung. Das österreichische Gesundheitsportal vergleicht die Auswirkungen mit einem Wespenstich.

Das bedeutet allerdings nicht, dass man einen Stich ignorieren sollte. Wie bei anderen Tierstichen können individuelle Reaktionen unterschiedlich ausfallen.

Besondere Vorsicht ist bei Kindern sowie bei ungewöhnlich starken Beschwerden angebracht.

Was tun nach einem Skorpionstich?

Das österreichische Gesundheitsportal empfiehlt nach einem Stich eines heimischen Skorpions vor allem einfache Maßnahmen: Die betroffene Person sollte ruhig bleiben und die Einstichstelle gekühlt werden. Manipulationen an der Einstichstelle sollten unterbleiben. Kinder sollen ärztlich begutachtet werden. Bei schweren Symptomen soll in Österreich der Notruf 144 gewählt werden.

Wer den Skorpion nicht sicher als heimische Art identifizieren kann, sollte ebenfalls vorsichtiger sein. Theoretisch kann es sich bei einem ungewöhnlichen Fund beispielsweise um ein eingeschlepptes oder aus privater Haltung entkommenes Tier handeln.

Sind Skorpione für Kinder gefährlich?

Bei Kindern sollte ein Skorpionstich vorsichtiger behandelt werden als bei einem gesunden Erwachsenen. Das österreichische Gesundheitsportal empfiehlt ausdrücklich, Kinder nach einem Skorpionstich ärztlich begutachten zu lassen.

Für Familien im Österreichurlaub bedeutet das aber nicht, dass Skorpione ein ernsthaftes alltägliches Risiko darstellen. Eine Begegnung ist bereits ungewöhnlich, ein Stich noch einmal deutlich unwahrscheinlicher.

Besonders beim Camping in bekannten Verbreitungsgebieten reichen einfache Vorsichtsmaßnahmen aus.

Skorpione beim Camping in Österreich

Für einen normalen Hotelurlaub sind Skorpione kaum relevant. Etwas interessanter ist das Thema für Camper, insbesondere in Kärnten und Osttirol.

Wer direkt in der Natur übernachtet, kommt naturgemäß eher mit versteckt lebenden Tieren in Kontakt. Das österreichische Gesundheitsportal empfiehlt beim Camping in Skorpiongebieten unter anderem, nicht barfuß zu laufen, Kleidung und Schuhe vor dem Anziehen zu kontrollieren und die Schlafstelle beziehungsweise den Schlafsack vor dem Hinlegen zu überprüfen.

Wo verstecken sich Skorpione?

Skorpione sind überwiegend nachtaktiv. Tagsüber suchen sie geschützte, dunkle und häufig etwas feuchtere Verstecke.

Man findet sie beispielsweise unter Steinen und Totholz oder in Spalten. Untersuchungen aus Österreich beschreiben solche Strukturen ausdrücklich als typische Aufenthaltsorte.

Wer einen Skorpion sehen möchte, hat deshalb tagsüber schlechte Chancen. Gleichzeitig erklärt dieses Verhalten, warum Wanderer nur selten zufällig einem Tier begegnen.

Kann man beim Wandern in Österreich Skorpione treffen?

Grundsätzlich ja, praktisch ist die Wahrscheinlichkeit gering.

Selbst in Kärnten oder Osttirol laufen Skorpione tagsüber normalerweise nicht offen über stark frequentierte Wanderwege. Sie verbringen diese Zeit überwiegend in Verstecken.

Wer Steine umdreht, Totholz bewegt oder gezielt nach kleinen Bodentieren sucht, erhöht natürlich seine Chance auf eine Begegnung. Genau das sollte man aber nicht unnötig tun.

Für einen normalen Wanderurlaub gehören Skorpione daher nicht zu den Tieren, vor denen man besondere Angst haben müsste.

Kann ein Skorpion im Hotel oder Ferienhaus auftauchen?

In einem bekannten Verbreitungsgebiet ist es theoretisch möglich, dass ein Skorpion in ein Gebäude gelangt. Besonders ältere Häuser mit Mauerspalten und direktem Kontakt zu geeigneten natürlichen Lebensräumen können für kleine Spinnentiere Verstecke bieten.

Für den durchschnittlichen Österreichurlauber bleibt eine solche Begegnung aber ungewöhnlich.

In Wien oder anderen Regionen ohne bedeutende natürliche Populationen wäre ein Skorpionfund noch ungewöhnlicher. Dort müsste gegebenenfalls auch an ein eingeschlepptes Tier gedacht werden.

Werden Skorpione nach Österreich eingeschleppt?

Ja. Neben den heimischen Populationen gibt es dokumentierte Fälle eingeschleppter Skorpione.

Eine wissenschaftliche Untersuchung der österreichischen Skorpionfauna erfasste 40 Datensätze zu eingeschleppten Skorpionen. Auch der Italienische Skorpion wurde wiederholt nach Österreich verschleppt.

Transportwege können beispielsweise Waren, Pflanzen oder Reisegepäck sein. Gerade nach einer Autofahrt aus Italien, Kroatien oder anderen südlichen Ländern ist ein unfreiwilliger tierischer Mitfahrer zumindest theoretisch möglich.

Solche Einzelfunde dürfen jedoch nicht mit natürlichen österreichischen Populationen verwechselt werden.

Skorpione in Österreich und Klimawandel

Bei wärmeliebenden Tierarten liegt die Vermutung nahe, dass sie sich durch steigende Temperaturen automatisch immer weiter nach Norden ausbreiten. Bei österreichischen Skorpionen ist eine solche einfache Schlussfolgerung jedoch problematisch.

Die heimischen Populationen sind teilweise seit sehr langer Zeit bekannt und keineswegs erst durch die jüngste Erwärmung entstanden. Außerdem gelten einige Arten als ausgesprochen ausbreitungsschwach.

Dass Österreich Skorpione besitzt, ist daher nicht einfach ein neues Phänomen des Klimawandels.

Muss man im Österreichurlaub Angst vor Skorpionen haben?

Nein. Für Touristen ist das tatsächliche Risiko sehr gering.

Skorpione sind in Österreich nur regional verbreitet, leben überwiegend versteckt und die heimischen Arten gelten für Menschen als ungefährlich.

Das Thema ist biologisch ausgesprochen interessant, aber als Reisegefahr kaum relevant.

Wer in Wien ein Wochenende verbringt, durch Salzburg läuft oder mit der Bahn durch Österreich reist, muss über Skorpione überhaupt nicht nachdenken. Selbst bei einem Wander- oder Campingurlaub in Kärnten und Osttirol reicht normales Verhalten völlig aus.

FAQ: Skorpione in Österreich

Gibt es Skorpione in Österreich?

Ja. In Österreich existieren dauerhaft vorkommende Skorpionpopulationen. Besonders Kärnten und Osttirol gehören zu den bekannten Verbreitungsgebieten.

Gibt es Skorpione in Wien?

Wien gehört nicht zu den wichtigen natürlichen Verbreitungsgebieten der österreichischen Skorpione. Einzelne eingeschleppte Tiere sind theoretisch möglich, für Touristen spielt das Thema in Wien aber praktisch keine Rolle.

Wo gibt es die meisten Skorpione in Österreich?

Ein Schwerpunkt liegt in Kärnten und Osttirol. Der Alpenskorpion ist dort an verschiedenen geeigneten Standorten dokumentiert. Weitere lokale Populationen gibt es beziehungsweise gab es in anderen Teilen Österreichs.

Gibt es Skorpione in Kärnten?

Ja. Kärnten gehört zu den wichtigsten österreichischen Regionen für Skorpione. Besonders im Süden und Südwesten des Bundeslandes sind Vorkommen verschiedener Arten bekannt.

Gibt es Skorpione in Tirol?

Ja. Vor allem Osttirol besitzt gut dokumentierte Populationen des Alpenskorpions. Auch aus Nordtirol sind lokale Vorkommen bekannt.

Gibt es Skorpione in den österreichischen Alpen?

Ja. Der Alpenskorpion kommt sogar in beträchtlicher Höhe vor. Für Osttirol wurden Funde bis über 2.000 Meter Höhe dokumentiert.

Sind Skorpione in Österreich giftig?

Skorpione besitzen grundsätzlich Gift. Die heimischen österreichischen Arten gelten für Menschen jedoch als ungefährlich.

Ist ein Skorpionstich in Österreich gefährlich?

Ein Stich kann schmerzhaft sein und Rötung oder Schwellung verursachen. Das österreichische Gesundheitsportal vergleicht die lokale Reaktion mit einem Wespenstich. Bei Kindern wird eine ärztliche Begutachtung empfohlen.

Sind österreichische Skorpione tödlich?

Die heimischen Arten gelten nicht als für Menschen gefährliche Skorpione. Österreich gehört nicht zu den Reisezielen, bei denen Touristen mit medizinisch hochgefährlichen Skorpionarten rechnen müssen.

Wann sind Skorpione aktiv?

Skorpione sind überwiegend nachts aktiv. Tagsüber halten sie sich meist unter Steinen, Totholz oder in anderen geschützten Verstecken auf.

Was soll man tun, wenn man einen Skorpion findet?

Das Tier nicht mit bloßen Händen anfassen oder bedrängen. Am einfachsten hält man Abstand. Befindet sich ein Skorpion in einem Gebäude und ist die Art unbekannt, sollte er nicht eigenhändig angefasst werden.

Kann man Skorpione beim Wandern sehen?

Das ist möglich, aber eher selten. Die Tiere leben versteckt und sind überwiegend nachts unterwegs. Normale Wanderer bekommen deshalb selbst in Verbreitungsgebieten meist keinen Skorpion zu Gesicht.

Fazit: Skorpione gehören tatsächlich zur Tierwelt Österreichs

Skorpione in Österreich sind keine Legende. Mehrere Arten beziehungsweise dauerhaft etablierte Populationen kommen tatsächlich im Land vor. Besonders Kärnten und Osttirol sind wichtige Verbreitungsgebiete. Eine außergewöhnliche Population des Triestiner Skorpions ist außerdem aus Krems bekannt.

Für Touristen ist die wichtigste Information jedoch eine andere: Die heimischen Skorpione Österreichs gelten für Menschen als ungefährlich. Ein Stich kann zwar schmerzhaft sein und eine lokale Reaktion hervorrufen, mit den gefährlichen Skorpionarten anderer Weltregionen sind die österreichischen Arten aber nicht vergleichbar.

Auch die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung ist gering. Skorpione sind regional begrenzt, klein und überwiegend nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich häufig unter Steinen, Holz und in Spalten.

Wer nach Wien reist, muss sich mit dem Thema praktisch überhaupt nicht beschäftigen. Für Wanderer und Camper in Kärnten oder Osttirol sind Skorpione zwar ein interessanter Bestandteil der heimischen Tierwelt, aber kein Grund, eine Reise oder Wanderung anders zu planen.

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